Freiwillige Feuerwehr Buxach e.V.

Stadt Memmingen

Chronik

 

 

Die Kommandanten

 

Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Buxach
von 1892 bis heute

 

 

 

 

 

 

 

 

Johann Georg Rehklau
1892 - 1906


Michael Häring
1906 - 1912


Johannes Wiedenmayer
1912 - 1919


Karl Häring
1919 - 1922


 Michael Honold
1922 - 1929

j_kuechle

Johann Küchle
1929 - 1946


Johann Honold
1946 - 1957


Karl Hahn
1957 - 1967


Wilhelm Zettler
1967 - 1985

 


Gerhard Pfalzer
1985 - 1997

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Norbert Steiner
2009 - 2012

 

k.h._friedrich

Karl-Heinz Friedrich
1997- 2009
2012 - heute

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorstände

 

 

 

Die Vorstände der FFw Buxach

1892 - 1906

Christian Wiblishauser

1950 - 1955

Johannes Pfalzer

1906 - 1912

Johannes Schieß

1955 - 1975

Hans Pfalzer

1912 - 1922

Jakob Walcher

1975 - 1997

Gerhard Pfalzer

1922 - 1929

Samuel Brader

1997 - 2009

Gerhard Küchle

1929 - 1935

Christian Wiblishauser

seit 2009

Gabriele Schwarz

1935 - 1950

kein Vorstand

 

 

Die Gründung 1892

Am 2. November 1892 versammelten sich auf Antrag des Herrn Regierungsrates von Schelhorn sämtliche Mitglieder der hiesigen Pflichtfeuerwehr und die Gemeindeverwaltungsmitglieder von Buxach zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr, was auch von sämtlichen Anwesenden anerkannt wurde. Eingetreten sind 39 Mitglieder.

Die Gründungsversammlung wählte zum Vorstand Christian Wiblishauser, Müller, aus Buxach. Erster Kommandant wurde der Zimmermann Johann Georg Rehklau, sein Stellvertreter, damals Adjudant genannt, Elias Müller. Zum Zugführer gewählt wurde der Buxacher Schmiedemeister Ulrich Rabus und Christian Wuggazer wurde zum Zeugwart ernannt. Insgesamt gehörten 39 Mann zur Feuerwehr, die in Spritzen-, Steiger-, Pumpen- und Ordnungsmannschaft eingeteilt waren.

Das Inventar aus dem Gründungsjahr ist leider nicht überliefert. Zur Gründung wurden aber von der Gemeinde 60 m Schläuche und Gewinde angeschafft und eine Druckspritze war jedenfalls auch vorhanden, denn sie wurde bereits am 10. Mai 1893 in eine Saugspritze umgebaut. Die Ausrüstung wurde in den folgenden Jahren mit Unterstützung der Gemeinde und durch Spenden aus der Bevölkerung ergänzt.

Wie weit zurück das organisiertes Feuerlöschwesen in Buxach reicht ist nicht bekannt. Aufzeichnungen belegen aber, daß bereits 1866 beim großen Brand in Amendingen auch Feuerwehrleute aus Buxach bei den Löscharbeiten mitwirkten.

1893 - 1903

 

1893
Die Feuerwehr erhielt vom Feuerwehrverband Augsburg 1 Schlauchhaspel, 1 Steigerwagen und 1 Stützenleiter.
Bereits am 23. Oktober 1893 hatte die Feuerwehr ihren ersten Brandeinsatz in Memmingen.

1895
Über die erste Inspektion durch Regierungsrat von Schelhorn, seinem Bezirksvertreter Hebel von Ottobeuren und Bürgermeister Honold ist folgendes Urteil aufgezeichnet "Die Übung fiel zu vollen Zufriedenheit der Inspizierenden aus. Möge die jung-freiwillige Feuerwehr Buxach auf dem betretenen Weg rüstig fortfahren". Die Inspektionen fanden bis 1954 alle 3 Jahre statt.

1897
Im Jahre 1897 ist der erste Brandbericht nach der offiziellen Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buxach niedergeschrieben worden.
Am 24. Dezember 1897 um 9 Uhr nachts brannte die Backküche bei Michael Hasel in Hart Nr. 2. Die Feuerwehr wurde um 9.15 Uhr durch Trompetensignale alarmiert und war um 9.31 Uhr mit 13 Mann zur Stelle. Der Feuerangriff erfolgte mit Feuerkübeln. Zum Löschen wurde Mistjauche verwendet. Mit bestem Erfolg, wie Kommandant Rehklau in seinem Bericht niederschrieb. Der Giebel stürzte ein und der Kamin wurde durch die Feuerwehr eingerissen.

1899
In diesem Jahr fand erstmals eine Christbaumverlosung statt. Die Gegenstände wurden von der Vorstandschaft angekauft und jedes Mitglied erhielt ein Freilos. Es wurde über die erstmalige Verlosung allgemeine Anerkennung ausgesprochen. Dieser Brauch wurde bis ins Jahr 1951 gepflegt.

1901
Das alten Requisitenhaus war zu klein und zu feucht geworden. Am 10. Juli stellte die Gemeinde Buxach daher ein neues Requisitenhaus auf. Das Inventar wurde durch Unterstützungen der Bevölkerung weiter ergänzt. Der Wirt Mathias Rabus schenkte der Feuerwehr ein Signalhorn.

1902
Am 29. Dezember zerstörte ein Totalbrand das Anwesen von Michael Rabus in Buxach. Die Feuerwehren aus Buxach, Memmingen, Buxheim, Dickenreishausen, Volkratshofen und Steinheim mit insgesamt 216 Mann bekämpften mit 4 Spritzen den Brand.

1903
Der Zeugwart Christian Wuggazer wurde für 25jährigen Dienst bei der Feuerwehr geehrt. Als Dank wurde ihm vom Bürgermeister Honold eine schöne Armbanduhr als Geschenk der Gemeinde übergeben. Christian Wuggazer hatte die Position des Zeugwarts noch bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1919, also insgesamt 40 Jahre, inne.

 

 

 

 

 

 

1909 - 1932

1909
Am 24. Mai verursachte ein Blitzschlag den größten Brand in der 100-jährigen Geschichte der Feuerwehr Buxach.
Das Feuer entstand in der Scheune des Anwesens von Peter Honold in Buxach, Hs.Nr. 10, nachmittags um 2.30 Uhr. Beim Erscheinen der Ortsfeuerwehr stand bereits das ganze Anwesen in Flammen. Der erste Feuerangriff erfolgte, um das Nachbargebäude von Michael Rabus zu retten, was aber durch starken Wind nicht möglich war. 12 Mann der Feuerwehr blieben als Wache bis zum 25. Mai am Brandplatz.

1912
Wiederum durch Blitzschlag wurde das Gebäude von Michael Rehklau in Hart Nr. 13, ein Raub der Flammen.

1914-1918
Für die Kriegsjahre gibt es keine Eintragungen im Protokollbuch. Aus der Stammliste ist zu entnehmen, dass 4 Feuerwehrkameraden im 1. Weltkrieg gefallen sind.

1931
Unter dem 3. August ist ein weiterer Brandbericht von Kommandant Johann Küchle niedergeschrieben:

Brand bei Michael Honold, Buxach, Hs-Nr. 14 (Spitalmühle). Das Feuer entstand in Viehstall und Scheune, welche auch ganz zerstört wurden. Die mutmaßliche Entstehungsursache des Feuers ist Brandstiftung.

Das Feuer entstand um 2 Uhr 15 nachts. Der Feuerlärm wurde durch Glockensignale und Trompetensignale gegeben. Die Ortsfeuerwehr erschien um 2 Uhr 20 Minuten mit 40 Mann. Der erste Feuerangriff erfolgte durch Bespritzen der Mühle mit der Handdruckspritze. Von Memmingen kam die Motorspritze mit 7 Mann. Außerdem waren noch 50 sonstige Hilfeleistende am Platz, 60 m Schlauch wurden verlegt. Das Wasser erhielt die Feuerwehr durch Handdruck vom Mühlbach.

Die hintere Giebelmauer stürzte ein, der vordere Giebel wurde wegen Lebensgefahr auf Anordnung des Kommandanten eingerissen. Mühle und Schweinestall wurden durch andauerndes Bespritzen geschützt. Das Vieh wurde durch das Dienstpersonal gerettet. Um 6 Uhr früh war der Brand gelöscht.

1932
Der Weiher von Jakob Hasel in Hart wurde vergrößert, um bei Brandfällen das nötige Wasser für Oberhart zu gewinnen, da in der Nähe kein geeignetes Wasser vorhanden war.

1932 - 1952

1933
Die Feuerwehr erhielt die ersten 5 Uniformen.

1936
Der 20. März war wieder ein großer Tag. Die Freiwillige Feuerwehr Buxach erhielt eine Magirus Kleinmotorspritze. Die Kosten von 3058 Mark wurden zu einem Drittel vom bayer. Staat und zu zwei Dritteln von der Gemeinde Buxach übernommen. Außerdem wurde das gesamte Schlauchmaterial von Rundgewinde auf Storzkupplungen umgerüstet, und der erste Vortrag über Luftschutz abgehalten.

1937
Die Wehr wurde laut Gesetz auf einen Halblöschzug mit 27 Mann verringert. Der Kommandant heißt jetzt Oberbrandmeister. Im Inventarzugang stehen 500 m Schläuche, Leiter, Druckspritze und Schlauchkarren.

1939-1945
Auf dem Übungsplan steht jetzt neben den Schulübungen auch eine weltanschauliche Schulung.

Dann begann der zweite Weltkrieg, die meisten rückten ein. Die Feuerwehrmannschaft wurde durch Frauen und Mädchen ergänzt. Acht Kameraden kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück.

1948
Die Währungsreform traf auch die Buxacher Feuerwehrkasse. Das Guthaben betrug nur noch DM 13,20.

1949
Zur Stärkung der Kameradschaft und zur Aufbesserung der Finanzlage veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr 1949 und 1950 einen Faschingsball im Gasthaus Kreuz in Buxach.

1951
In diesem Jahr mußte man wegen der Maul- und Klauenseuche auf alle Veranstaltungen verzichten.

1952
Zur 60-Jahr-Feier wurde eine Großübung mit den Wehren von Dickenreishausen und Hühnerberg anberaumt.

1952 - 1974

1956
Ein Ereignis trat ein, das nicht nur die Feuerwehr, sondern das gesamte gesellschaftliche Leben des Ortes traf: Das Gasthaus 'Kreuz' in Buxach wurde geschlossen.
Für die Feuerwehr begann jetzt die Zeit, in der die Generalversammlungen außerhalb des Ortes stattfinden mussten.
Von 1957 bis 1959 im 'Letzten Heller' in Memmingen, 1960 in der Tanne' in Memmingen und von 1961 - 1972 im Gasthaus 'Rößle' in Dickenreishausen. Mit kurzer Unterbrechung dann von 1982 -1988 im 'Trachtenheim', von 1989 bis 1994 wieder im 'Rößle' und seit 1995 im Bürgerhaus 'Alte Schule' in Buxach.

1957
Erstmals fand ein gemeinsamer Ausflug der aktiven Feuerwehrleute nach Meran und Bozen statt.
Aus Gemeinde- und Feuerwehrkasse beschaffte man neue Uniformen, Schläuche, Strahlrohre, Kübelspritzen und elektrische Handlampen.

1965
Die Ausrüstung verbesserte sich durch den Kauf von 10 Schutzanzügen weiter. Sorgenkind blieb aber der Zustand des Feuerwehrhauses.

1968
Auf vielfachen Wunsch wurde erstmals ein Kameradschaftsabend im Gasthaus 'Löwen' in Buxheim mit Erfolg durchgeführt.

1969
Am 5. September wurde die neue Motorspritze, eine Magirus TS8/8 mit Kastenwagen geliefert und übergeben.
Aus diesem Anlaß veranstaltete die Feuerwehr eine Schauübung, bei der sich die gesamte Bevölkerung von der Leistungsfähigkeit der neuen Spritze überzeugen konnte.

1970
Beim Brand im leerstehenden Stallgebäude beim ehemaligen Haldenschuster war die Feuerwehr bei -15°C im Einsatz.
Doch auch erfreuliches bracht das Jahr. Trotzdem man in den letzten Jahren die Gemeindekasse ziemlich in Anspruch genommen hatte, kam man nach vielen Beratungen zwischen Gemeinde und Feuerwehr zu dem guten Entschluß, das alte Feuerwehrhaus nicht mehr herzurichten, sondern einen Neubau an gleicher Stelle zu errichten. Platz und Material wollte die Gemeinde zur Verfügung stellen, die Bauarbeiten sollte die Feuerwehr in Eigenleistung ausführen. Bürgermeister Pfalzer erklärte sich spontan bereit, die Planung für dieses Gebäude zu erstellen.

1971
Bereits am 14. April 1971 wurde der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus durchgeführt. Mit vereinten Kräften und gemeinsam mit all den freiwilligen Helfern und Spendern wurde das Bauwerk aus dem Boden gestampft, so dass am 9. August 1971 das Richtfest gefeiert werden konnte.

1972
Am 1. Juli 1972, mitten in den Bauarbeiten, erfolgte ein Ereignis, von dem im Stammbuch geschrieben steht, dass es wohl die größte Enttäuschung in der Geschichte der Gemeinde Buxach war. Buxach wurde unfreiwillig nach Memmingen eingemeindet.
Auch die Freiwillige Feuerwehr musste diese Bewährungsprobe durchstehen, zumal niemand genau wusste, wie es zukünftig weitergehen würde. Kommandant Zettler und seine Männer entschlossen sich, trotz dieser Lage das begonnene Werk in Eigenleistung zu vollenden. Nach etwas schwierigen Verhandlungen wurde man sich einig, dass die Stadt Memmingen die restlichen Baukosten übernehmen musste.

1973
Am 7. Juli wurde mit einem gelungenen Kameradschaftsabend das 80-jährige Bestehen gefeiert und am Sonntag, dem 8. Juli konnte man nach 2 Jahren voller Arbeit mit Stolz und Zufriedenheit die Einweihung des Feuerwehrhauses begehen. Oberbürgermeister Dr. Bauer würdigte in seiner Ansprache den guten Kameradschaftsgeist und die Hilfsbereitschaft aller Buxacher und ehrte für ihre besonderen Verdienste beim Bau des Feuerwehrhauses Kommandant Wilhelm Zettler, Gerhard Pfalzer und Hans Wiblishauser.

1974
Die Generalversammlung fand zum ersten Mal wieder im Ort, nämlich im neu erbauten Gasthaus 'Buxachtal' statt.

1974 - heute

1975
Die Feuerwehrkameraden beschlossen, an eine alte Tradition anzuknüpfen. Zum ersten Mal nach 40 Jahren schmückte wieder ein Maibaum das Buxachtal. Gestiftet hatte ihn Hans Honold, Spitalmühle.

Auch das erste Dorffest im Feuerwehrhaus fand bei der ganzen Gemeinde großen Anklang. Doch auch zwei Einsätze rufen die Wehr auf den Plan. Zunächst zu einem Unwettereinsatz in Memmingen, dann zu einem Schwelbrand bei Brader in Hart.

1977
Die Buxacher Wehr bekommt von der FFW Memmingen einen VW Kombi geschenkt, leider ohne Innenausrüstung. In Gemeinschaftsarbeit wurden die Motorspritze, Schlauchregale und Zubehör eingebaut.

1983
Zur Feier des 90-jährigen Gründungsjubiläums wurde ein Festabend mit zahlreichen Ehrengästen im Feuerwehrhaus veranstaltet.

1984
Die Jugendfeuerwehr lud zum ersten Funkenfeuer ein.
Am 6. Mai war wieder ein Festtag in Buxach. Oberbürgermeister Dr. Holzinger übergab das neue Feuerwehrfahrzeug, ein Mercedes-Benz TSF.

1985
Wilhelm Zettler wurde zum Ehrenkommandant ernannt.

1989
Im Jahr 1989 wies die Feuerwehr Buxach mit 50 aktiven Mitgliedern die größte Mannschaftsstärke ihrer Geschichte auf. Zwei Einsätze waren zu verzeichnen. Zunächst beim Brand eines Baumes durch Blitzschlag, später dann beim Großfeuer bei Georg Honold in Buxheim.

1991
Ein nächtlicher Brand durch Heustocküberhitzung im Anwesen von Fritz Brader macht den Heuboden und Dachstuhl zum Raub der Flammen. Der Feuerwehr Buxach gelang es mit Unterstützung der umliegenden Feuerwehren das Wohnhaus und den Stall zu retten.

1993
Mit einem Festwochenende im Feststadel in Oberbuxach feierte die FF Buxach ihr 100-jähriges Bestehen. Höhepunkte waren der Kirchenzug mit den benachbarten Wehren, der Festgottesdienst im Freien und die Vorführungen mit Fahrzeugen der Stadt- und der Fliegerhorstfeuerwehr.

1997
Nach 12 Jahren als Vorstand und Kommandant übergab Gerhard Pfalzer seine Ämter. Neuer Vorstand wurde Gerhard Küchle und neuer Kommandant Karl-Heinz Friedrich.

1999
Die FF Buxach erhielt eine neue MotorspritzeTS8/8 Ziegler Ultra Leicht.

2001
Die gesamte Feuerwehr wurde mit neuen Schützanzügen 'Bayern 2000' ausgerüstet. Das Feuerwehrhaus erhielt neue Tore und wurde bei dieser Gelegenheit in vielen freiwilligen Stunden renoviert.

2002
Zur Nachwuchsförderung wurde die Jugendfeuerwehr Buxach mit 9 Mitgliedern unter der Leitung von Jürgen Wiche offiziell gegründet und beim DFV angemeldet. Ein regelmäßiger Übungsdienst wurde bereits seit dem 27.03.2001 abgehalten.

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